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Best Practice 7: Steuerbarer Heizstab im Reallabor-EMS

„PV-Überschussheizen“ mit EMS-Automatisierung

Eigenverbrauchsoptimierung in der Reallabor-Praxis mit EMS

Im Energiemanagement-System (EMS) vom Reallabor 100% EE Waldviertel wird die Logik der Eigenverbrauchsoptimierung konkret anhand praktischer Beispiele an mehreren Standorten umgesetzt, für Strom, Wärme und Mobilität:

Beispiel: Steuerbare Heizstäbe der Serie ASKOHEAT+

Die steuerbaren Heizstäbe vom Hersteller ASKOMA aus der Serie ASKOHEAT+ sind seit einigen Wochen erfolgreich in unserem Energiemanagement-System (EMS) integriert.

Wir setzen verschiedene Varianten nach Leistungsbedarf, Einbaugröße und Leistungsstufigkeit ein. Jeder Heizstab ist jeweils vollständig in die EMS-Logik eingebunden für:

  • dynamische Leistungsregelung (0–100 %) in mehreren Stufen,
  • Einbindung mehrerer Temperatursensoren (ergänzend zum Sensor im Heizstab),
  • priorisierte Nutzung von PV-Überschüssen im Abgleich zu anderen Verbrauchern,
  • einstellbare Grenzwerte für Temperaturen und Strom

und das Ganze abgestimmt mit dem vorhanden Heizungssystem und anderen Energie-Geräten des jeweiligen Standortes.

Die technische Integration in das Reallabor-EMS basiert auf offenen Schnittstellen, d.h. Modbus TCP in Verbindung mit einem EMS-Controller im Netzwerk des Standortes.

Intelligente Betriebsstrategie im EMS, der Heizstab wird gezielt aktiviert, wenn:

  • PV-Überschuss vorhanden ist oder limitierter Netzbezug gewollt ist,
  • der Wasser-Speicher noch Kapazität hat (Temperatur-Grenzwert),
  • und der Heizstab am mechanischen Thermostat auf „Heizen“ eingestellt ist.

Ergebnis:
Eine automatisierte, systemdienliche Nutzung von Überschussenergie ohne Eingriff durch Nutzer:innen. Die wichtigsten Parameter werden in einer einfach zu bedienenden EMS-Maske eingestellt, welche im Bedarfsfall erweiterbar wäre.

Dieses Steuergerät empfängt die Befehle vom EMS über das Netzwerk und meldet die Heizstabdaten in Echtzeit zurück an das EMS. Das Display zeigt die laufenden Aktivitäten zusätzlich an:

Standard-Integrationen & Systemoffenheit

ASKOHEAT+ bietet neben offenen Schnittstellen auch vordefinierte Integrationen mit gängigen EMS als Alternative zum EMS vom Reallabor Waldviertel. Die Geräte sind überdurchschnittlich gut dokumentiert und bieten eine eigene, web-basierte Benutzeroberfläche zur Einrichtung und Konfiguration von Temperatur-Grenzwerten sowie weiteren Parametern.
Die Netzwerkintegration ist benutzfreundlich gestaltet.

Im Reallabor wurde bewusst die offene Integration gewählt, um:

  • Herstellerunabhängigkeit sicherzustellen,
  • flexible Erweiterbarkeit zu ermöglichen,
  • unterschiedliche Systeme im Feld verbinden zu können.

Fazit
Das Beispiel zeigt: PV-Überschussheizen ist kein Nischen-Thema, sondern ein zentraler Baustein eines erneuerbaren Energiesystems.

Und:
Mit Lösungen wie bei ASKOHEAT+ wird diese Idee einfach, robust, skalierbar und zukunftsicher umsetzbar. Idealerweise findet dies in Kombination mit einem systemoffenen Energiemanagement-System statt, welches über PV-Überschussheizen hinausgehend bei der Eigenverbrauchsoptimierung hilfreich ist.