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BP13: Dynamische Stromtarife – so funktionieren Spotmarktpreise

Wer seinen Verbrauch in günstige Stunden verschieben kann, profitiert von Strompreisen, die sich nach der Börse richten.

Strompreis-Kurve über einen Tag

Bei einem dynamischen Stromtarif ändert sich der Energiepreis je nach Börse – stündlich oder viertelstündlich. Wer seinen Verbrauch flexibel steuern kann, kann damit Kosten senken.

Wie entsteht der Spotmarktpreis?

An der Strombörse wird am Vortag (Day-Ahead-Markt) für jede Stunde bzw. Viertelstunde des nächsten Tages ein Preis ermittelt. Scheint viel Sonne oder weht viel Wind, ist Strom oft günstig – zur Mittagszeit manchmal sogar fast kostenlos. Am Abend, wenn viele Menschen Strom brauchen und die PV nicht mehr liefert, steigt der Preis.

Ein dynamischer Tarif gibt diese Preise an Sie weiter. Zum Börsenpreis kommen ein Aufschlag des Lieferanten sowie Netzentgelte, Steuern und Abgaben dazu.

Was sagt das ElWG?

  • Wer einen Smart Meter hat, hat ein Recht auf einen dynamischen Tarif. Lieferanten mit mehr als 25.000 Zählpunkten müssen einen anbieten (§ 22 ElWG).
  • Der Lieferant muss vorher über Chancen und Risiken informieren; der Vertrag braucht Ihre ausdrückliche Zustimmung.
  • Haushalte und Kleinunternehmen können jederzeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen.
  • Bei dynamischen Tarifen gibt es jedenfalls eine kostenlose Monatsrechnung (§ 43 ElWG).

Für das Reallabor Waldviertel ist das ein zentrales Thema: Mit einem Energiemanagementsystem (EMS) lassen sich E-Auto, Wärmepumpe, Heizstab oder Heimspeicher automatisch in die günstigen Stunden verschieben.

Wichtig:

  • Ein dynamischer Tarif lohnt sich vor allem, wenn Sie Verbrauch verschieben können. Ohne Flexibilität kann es in teuren Phasen auch mehr kosten.
  • Vergleichen Sie Aufschläge und Grundgebühren – der Börsenpreis ist nur ein Teil des Endpreises.

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